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krohrbeck hat geschrieben 11 Beiträge für berlin2belfast

Zwei Monate Belfast – Mein Resümee

So, seit einer Woche bin ich nun wieder zu Hause und es ist an der Zeit, mal kurz zu reflektieren, wie ich nun im Nachhinein zu dem zweimonatigen Belfastaufenthalt stehe.

Fangen wir mal im persönlichen Bereich an: Wie Thomas ja schon geschrieben hat, war für viele von uns nicht nur das Leben im Ausland eine große Herausforderung, sondern auch schon generell das Dasein außerhalb der elterlichen Behausung. Ich geb’s zu, ich war auch so ein Kandidat. Ich denke, das hat im Großen und Ganzen ganz gut funktioniert. Mit unserem organisatorischen Denken und den guten Absprachen hätten wir vermutlich auch mit zwanzig Mitbewohnern problemlos überleben können. (Nur die Pfannen hätten wohl nicht gereicht.) Man muss eben nur manchmal kreativ sein, wenn es zum Beispiel darum geht, den überfüllten Wäscheständer zu vermeiden. An dieser Stelle vielen Dank an unseren „Multifunktionskleiderschrank“ der sich als super Ersatz entpuppt hat. 😀

Doch das eigentlich Besondere war ja nicht das Wohnen ohne Mutti, sondern das Leben im Ausland … Belfast, die vermutlich größte und am langweiligsten aussehende Backsteinhaussiedlung die Google Streetview zu bieten hat 😀 Glücklicherweise hatte diese für Berliner Verhältnisse kleine Hauptstadt dann doch viel mehr zu bieten als langweilige rote Häuser.

Ich habe mir von dem Praktikum vor allem erhofft, meine Englischkenntnisse zu erweitern und am sozialen Leben in Belfast teilhaben zu können. Mehr wollte ich gar nicht und Ja, was soll ich sagen .. „Mission complete“. Die Sprache hat sich doch sehr schnell verbessert. Wenn man am ersten Tag noch zögerlich zum PostOffice Schalter geschlichen ist, um mit seinen vorher im Kopf zurecht gelegten Wörtern irgendwie zu verdeutlichen, dass man gern sein Geld wechseln möchte, konnte man am Ende ohne drüber nachzudenken, wie man es auf deutsch sagen würde, lange Zeit über Gott und die Welt philosophieren.

Sprachlich hat sich das Praktikum demnach sehr gelohnt. Rein technisch beherrschte ich die englische Sprache vorher bereits recht gut, aber praktisch fehlte neben einigen Vokabeln, die man über die Jahre vergessen hat, vor allem die Praxis. Demnach nutzte ich das Praktikum, um meinen Wortschatz zu erweitern und auf eine natürliche Weise englisch sprechen zu „lernen“. (Ich denke Thomas hat das schon recht gut erklärt). Da wir sehr unternehmensfreudig und zudem noch äußerst kommunikativ waren, hat es auch nicht lang gedauert, bis wir viele Bekannte und auch einige Freunde gefunden haben, mit denen wir diverse Wochenendabende in Pubs und Clubs verbringen konnten.

Beruflich, muss ich gestehen, war das Praktikum alles andere als optimal. Ich sollte Aufgaben aus dem Bereich Marketing übernehmen. Was ich zu Beginn nicht wusste, die Marketing“abteilung“ bestand bei Rainbow Telecom aus einer Studentin, die ganze 1 1/2 Tage die Woche arbeitete. Das war’s. Es sah dann nach der Erstellung des SEO-Konzepts sowie der SEO-„Schulungen“ für Marketing und Geschäftsführung die letzten 5 Wochen ziemlich schlecht für mich aus, da die Marketingkraft vermutlich Ihre gesamte Arbeitszeit damit beschäftigt war, Ihre Mails der letzten Woche abzuarbeiten. Ich wurde dann nur noch mit fragwürdigen Kontaktrecherchen und Vertragserfassungen im System beschäftigt.

Allerdings habe ich in der Zeit bei RT trotzdem so Einiges gelernt, wie zum Beispiel, dass die Arbeitsweise deutscher Unternehmen -sofern ich das beurteilen kann- doch schon um Einiges professioneller und organisierter wirkt. Bei RT (dem FÜHRENDEN Telekommunikationsanbieter im Businesssektor) hatte ich das Gefühl, dass man alles „irgendwie“ gemacht hat .. Hauptsache am Ende kommt etwas Brauchbares bei raus. Das war schon interessant zu erleben, zumal das Unternehmen damit nicht gerade unerfolgreich zu sein scheint. Ich denke, auch gerade wegen dieser „anderen Art“ zu arbeiten, waren die Kollegen doch schon sehr beeindruckt, als sie meine für irische Verhältnisse strukturierte Arbeitsweise und sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit sahen. Nicht ohne Grund wurde ich von meinem Chef das eine oder andere Mal als Superman bezeichnet 😀

Solche Erlebnisse machen einem bewusst, dass man das, was man kennt, nicht unbedingt als Maßstab oder Standard betrachten sollte. Es gibt eben auch Orte, wo einfach alles anders ist, doch schlecht ist es deshalb noch lange nicht.

Generell habe ich gelernt, dass es auch unterschiedliche Lebensweisen und vor allem -ansichten gibt und dass das Leben noch viel mehr zu bieten hat, als man vorher vielleicht dachte.

Das Praktikum hat mir diesbezüglich ein bisschen die Augen geöffnet. Auch stellte ich fest, dass ich es allgemein eigentlich sehr gut habe.. klar, jeder hat so sein Päckchen zu tragen, aber eigentlich ist meins noch ziemlich handlich. Ich sollte aufhören, mich immer erstmal zu beschweren, denn es gibt Leute, die mit schlimmeren Sachen zu kämpfen haben.

Außerdem nehme ich aus dem Praktikum mit, dass man sowohl privat als auch beruflich manchmal über die regionalen Grenzen hinaus schauen sollte. So hätte ich vorher wahrscheinlich nie auch nur daran gedacht, die deutsche Hauptstadt geschweige denn das Land längerfristig zu verlassen. Heute ist das gar nicht mehr so abwegig, denn das Meistern der kleinen und großen Herausforderungen, die so ein Leben im Ausland mit sich bringt, hat mir persönlich einfach unheimlich viel Spaß gemacht.

So, da ich nicht weiß, was ich noch schreiben soll, möchte ich mich An dieser Stelle bei allen, die am Ermöglichen des Praktikums beteiligt waren, bedanken. Es war wirklich eine sehr außergewöhnliche Zeit, in der ich viel gelernt habe. Ich nehme durchweg positive Erinnerungen und Erfahrungen mit und bin gespannt darauf, zu sehen, wie sich diese Zeit noch nachträglich auf meine zukünftige Entwicklung auswirken wird. Denn ich denke zwar, dass 8 Wochen einach zu kurz sind, um grundlegende Veränderungen und Entwicklungen an der eigenen Person feststellen zu können, aber es gibt definitiv neue Weichen, die nun gestellt werden müssen.

Ein Samstag an der Nordküste

Ja, aaeeh, Hallo erstmal …

..  fuer den Fall, dass es hier noch den einen oder anderen regelmaessigen Leser gibt, muss ich mich  vorab entschuldigen. Ich habe zwar letzte Mal angekuendigt, Fotos von lustigen Warnhinweisen zu zeigen, allerdings musste ich feststellen, dass die Fotos, anders als die Warnhinweise, leider gar nicht existieren.

Dafuer berichte ich jetzt einfach mal von unserem Wochenende. Wir haben es naemlich, nachdem wir schon seit unserer Ankunft darueber sprechen,  endlich mal geschafft, an einer ganztaegigen Bustour entlang der Nordkueste Irlands teilzunehmen.

Wir sollten morgens um 9:30 Uhr von unserem Haus abgeholt werden. Eigentlich sind die Leute hier alles andere als puenktlich, aber dieses Mal kamen Sie so frueh, dass ich quasi aus der Dusche direkt in den Bus springen musste. Leider habe ich meine Sonnenbrille deshalb vergessen, was meinen durch die letzte Nacht noch etwas sonnenempfindlichen Augen gar nicht so gefallen hat 😀

Nun gut .. gings also ohne Sonnenbrille los. Die Bustour war so aufgebaut, dass ueber den ganzen Tag verteilt 4-5 verschiedene Orte angesteuert wurden, an denen wir uns fuer eine vorher festgelegte Zeit aufhalten durften. Zwischendurch wurden uns von einem mal mehr mal weniger lustigen Busfahrer Fakten bezueglich des derzeiten Aufenthaltsortes und der durchfahrenen Oertlichkeiten erzaehlt. Wer nicht zuhoeren wollte, konnte sich entweder die Nordkueste anschauen, oder schlafen. (An dieser Stelle schoene Gruesse an unseren Mitbewohner Lukas :p)

Unser erstes Ziel war Carrickfergus. Eine kleine Stadt, in der Palmen (!!!) wachsen. Highlight des Ortes waren, Twitterfollower duerften es wissen, aber nicht die Palmen, sondern ganz klar … DIE HAEUSER DER POWER RANGERS 😀

Naechster halt: Ballycastle (glaub ich) .. Highlight: Die Rope Bridge …

Die Rope Bridge ist – die Englischkundigen erahnen es sicher – eine Seilbruecke… ^^

… das Besondere an der Bruecke ist, dass sie ueber eine 20 Meter lange und 30 Meter tiefe “Schlucht” zur sogenannten Carrick-a-Rede Insel fuehrt.

Wenn man vor der Bruecke steht, sieht sie nicht mehr so spektakulaer aus wie auf dem Foto. Das haben auch die Nordiren gemerkt, weshalb die 5,60 Pfund teueren Tickets zum Rueberlaufen auch schon einen Kilometer vor der Bruecke gekauft werden muessen 😀 Hat sich aber trotzdem gelohnt, wie ich finde.

Weiter gings…

naechster Halt: Eine Whisky Distillerie .. Highlight: was wohl? Sicher nicht der Parkplatz ^^

Wir hatten leider nur kurz Zeit, um im Souveniershop einzukaufen, bevor es dann auch schon weiterging.

Wenn mich nicht alles taeuscht, kamen wir dann auch schon am letzen Ziel an: Dem Giant’s Causeway. Der Einfachheit halber zitiere ich hier mal eben den entsprechenden Wikipedia Artikel:

“Die UNESCO zählt den Giant’s Causeway zum Weltnaturerbe. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die ein Alter von etwa 60 Millionen Jahren aufweisen. Etwa die Hälfte der Säulen haben einen sechseckigen Querschnitt, es treten jedoch auch solche mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken auf. Die größten der Steinsäulen erreichen eine Höhe von bis zu zwölf Metern, die Gesteinsschicht hat an manchen Stellen eine Stärke von bis zu fünfundzwanzig Metern. Der Giant’s Causeway führt etwa fünf Kilometer entlang der Klippen und endet im Meer.”

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Giant%E2%80%99s_Causeway

Ja, auf besagten Steinen sind wir dann auch eine ganze Weile herumspaziert, haben Fotos gemacht und wurden beinehahe von einer fiesen Welle erfasst, bevor wir es uns dann im naheliegenden Pub “The Nook” gemuetlich gemacht haben.

Das wars dann auch schon … klingt spannend, oder? 😀 Im Ernst, eine wirklich gute Tour, die angeblich auch zu einer der besten Bustouren der Welt ausgezeichnet wurde. Sie ist in jedem Fall sehr empfehlenswert.

So, um noch mal auf den Anfang zurueckzukommen. Ich habe tatsaechlich doch noch zwei ganz coole Warnhinweis gefunden .. der eine haengt bei mir auf Arbeit auf dem Klo (man beachte das rechte untere Bild auf dem Foto) und der andere stammt von Tesco, dem Supermarkt unseres Vertrauens. … Also dann, bis zum naechsten Mal.

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Beitrag fertig – jetzt erstmal nen Kaffee…

Nun, mein letzter Beitrag ist schon wieder einige Tage her und es wird Zeit fuer neuen Stoff. Allerdings gibt es gar nicht mehr so viel zu erzaehlen. Der Alltag kehrt langsam ein, die Nachmittage nutzen wir meist fuer Einkaeufe beim nahegelegenen Tesco Supermarkt – selten geht’s auch mal in die City. Was soll man auch gross machen, um 17:30 Uhr zu Hause, eine Stunde mit der Zubereitung und dem Verzehr von Essen beschaeftigt, anschliessend Hausarbeiten oder der Kontakt in die Heimat … danach ist die Auswahl an moeglichen Unternehmungen auch begrenzt.

Die Wochenenden verbringen wir wie es sich gehoert mit Ausschlafen, Shoppen, Feiern, Kultur und Fitnessstudio, aber davon habt Ihr sicherlich erstmal genug gehoert bzw. gelesen.

Was neu ist, ist der Grad meiner Zufriedenheit mit meiner / unserer Firma – Diese sinkt naemlich derzeit ein gaaanz kleines bisschen. Man muss wissen, dass wir zu Dritt bei Rainbow arbeiten. Zwei angehende Systemelektroniker, deren Aufgabe es eigentlich ist, mit den Technikern zu den Kunden zu fahren und ich, ITSK-Azubi, der hier PR- und Marketing-bezogene Aufgaben bekommen soll(te).

Am Anfang sah auch alles noch gut aus. Erst die Aufgabe mit den 8000 Kontakten, dann das SEO Konzept fuer die Firmenhomepage. Die anderen beiden fuhren regelmaessig mit Technikern zu diversen Einsaetzen.

Diese Woche ist es eher so, dass nur ein Systemelektroniker wirklich jeden Tag rausfaehrt, der andere sitzt bei mir am Schreibtisch 😀 Es gibt zwar ab und zu richtige Aufgaben fuer uns, aber oft sitzen wir auch unbeschaeftigt hier, um darauf zu warten, dass die 8 Stunden vorbei sind. Problematisch ist dabei, dass sich die Produktivitaet in Ansaetzen reziprok proportional zu unserem Koffeinkonsum verhaelt. Zur Veranschaulichung das Verhaeltnis zwischen tatsaechlicher Arbeitszeit und Kaffeekonsum in einer grafischen Darstellung 😀 :

Ok, Spass bei Seite.^^

Unser Betreuer und Ansprechpartner ist leider noch im Urlaub, kommt aber bald wieder, dann werden wir ihn mal freundlich darauf ansprechen, dass wir gern was tun wuerden… ich denke er kann uns da helfen. 🙂

So, genug von der Arbeit. Um die Stimmung zum Wochenende wieder etwas anzuheben, hier eine kleine Liste an Erkenntnissen, die man hier so mit der Zeit erhaelt:

  • Die Foehne auf oeffentlichen Toiletten trocknen die Haende tatsaechlich
  • In Belfast gibt es Menschen, die unsere VOLLEN Muelltonnen klauen
  • Betrunkene Menschen klopfen ans Kuechenfenster, um nach Zigaretten zu fragen
  • Auf den Toiletten von Clubs und Bars nisten sich nachts Afrikaner ein, die Papierhandtuecher reichen und Parfuemspritzer sowie Lollies und Kaugummies verkaufen (das Konzept finde ich uebrigens super ^^)
  • Es gibt keinen Filterkaffee
  • Taxifahrer erzaehlen interessante!! Sachen (inklusive FSK18 Content ^^)
  • Anders als in Deutschland, geben sich hier Maedchen gnadenlos die Kante, waehrend die maennliche Fraktion kontrolliert das eine oder andere Bier geniesst
  • Frittierte Marsriegel sind ein Geruecht (zumindest in Nordirland)
  • Fish and Chips MUSS man nicht gegessen haben (ebenso auf NI bezogen)

So, das wars erstmal. Beim naechsten Mal werde ich Euch anhand einiger Fotos zeigen, wie die nordirische Bevoelkerung getreu dem Motto „Warne oder Lande vor Gericht“ alles und jeden mit teils recht amuesanten Warnhinweisen zukleistert.

Kultur vs. Natur vs. Carlsberg

Ein weiteres Wochenende ist an uns wie im Fluge vorbeigezogen – für einige zumindest: Denn Sascha, Jens und ich haben heute im Rahmen der Bank Holidays frei (ebenso morgen und am Mittwoch), alle anderen sitzen jetzt mehr oder weniger fleißig auf Arbeit. Dank dieser neugewonnenen Freizeit und dem Fakt, dass die anderen beiden immer bis Mittags schlafen, kann ich Euch nun mal ausführlich von unserem Wochenende berichten.

Das Wochenende war .. ja, was soll ich sagen … abwechslungsreich. Ich würde sagen, es stand unter dem Motto Kultur vs. Natur vs. Carlsberg.

Alles begann am Freitag Nachmittag. Nach der Arbeit trafen wir uns alle voller Vorfreude auf das Wochenende in unserem Schloss. (Ich weiß, am Anfang war es noch ein Haus und dann eine Villa, aber irgendwie müssen wir uns ja steigern^^)

Da wir wenig Lust hatten, uns darüber zu einigen, wo wir hingehen wollen, gingen wir mal wieder ins Laverys. Ein Pub mit Partystimmung, welches sich langsam aber sicher zu unserer Stammlokalität zu entwickeln scheint.

Dort angekommen, stieß ich auf das erste länderabhängige Problem in Nordirland: Während es in Deutschland meines Wissens normal ist, einen Pullover über ein Hemd zu tragen, gilt man in Belfast mit selbigem Outfit als schwul. So musste ich mir also an diesem Abend die eine oder andere „Anmache“ vom selben Geschlecht gefallen lassen, bis ich dahinter stieg und meinen Pullover auszog. Lieber frieren als ungewollt von Männern angetanzt zu werden. 😀 (Übrigens macht man die Situation nicht unbedingt besser, wenn man erzählt, man arbeite bei RAINBOW Telecom ^^)

Also fürs nächste Mal merken oder besser noch aufschreiben: Kein Pullover über Hemd. Schriftgröße: 42, Farbe: Rot, fett ….. noch fetter … geht nicht. Drei Ausrufezeichen … drucken … an den Kleiderschrank kleben … fertig.

So, nun konnte die Party also richtig losgehen. Aber nicht mit mir, dachte sich der Betreiber vom Laverys: Das Licht ging an, die Musik ging aus. Es war 1:30 Uhr. In diversen Belfaster Lokalen ist um diese Uhrzeit bedauerlicherweise bereits Schluss mit lustig. Wir gingen also raus und klauten den Leuten vor uns ihr Taxi, um uns dann gemütlich nach Hause chauffieren zu lassen.

Am Samstag planten wir, zur Abwechslung mal an der Kultur Belfasts teilzuhaben. Nicht immer nur lange schlafen, einkaufen und feiern. (Das haben wir trotzdem gemacht, aber pssst ^^)

Wir erinnerten uns an den Rat des Lehrers, der uns im Rahmen des Praktikums sprachlich vorbereitet hat und besuchten ein örtliches Stadion, um beim Gaelic Football zuzuschauen. Es spielte Antrim (da wohnen wir) gegen Carlow.

Gaelic Football ist eine Mischung aus .. ööhmmm ja .. wie erklärt man das am Besten? Vielleicht ist es besser, zu sagen was es nicht ist: Es ist kein Synchronschwimmen, kein Schach und kein Kunstfliegen. Ansonsten ist glaub ich alles dabei. Man spielt es mit Händen, Füßen und Fäusten^^

Beginnen wir mal bei den Toren. Die gibts, wie beim normalen Fußball. Zusätzlich kann man den Ball auch zwischen zwei vertikale Latten über das Tor schießen.

Zur Fortbewegung hat man den Ball entweder in der Hand oder dribbelt ihn mit den Füßen. Alle paar Schritte muss man mit ihm irgendetwas machen: Zum Beispiel passen. Das geschieht mit der Hand, was dann aussieht wie ein Aufschlag beim Volleyball, oder mit dem Fuß wie beim Fußball. Statt zu passen, kann man den Ball auch prellen, wie beim Basketball. Regel: Der Ball darf nicht zwei mal hintereinander geprellt werden. Ebenso kann man den Ball beim Rennen auf den Fuß fallen lassen und ihn dann wieder auffangen.

Zusätzlich ist der Einsatz körperlicher Gewalt erlaubt: Neben unzähligen Tackles sahen wir auch eine handfeste Schlägerei. Während dem gesamten Spiel musste der Sanitäter wahrscheinlich mehr rennen, als die Spieler selbst… amer Kerl.

Am Ende stand es dann 1:13 zu 2:09…. äääh ok, wer hat nun gewonnen? So richtig wussten wir das auch nicht. An dieser Stelle möchte ich mich noch mal beim Internet bedanken, welches uns letztendlich aufgeklärt hat. Die vordere Zahl ist die Zahl der Tore (zählen dreifach) und die hintere Zahl steht für die Zahl der Treffer zwischen die Latten (zählen einfach). Antrim hat also gewonnen … klasse.

Für alle, die diese Spielart mal in Action erleben wollen, was sehr empfehlenswert ist, weil es wirklich Spaß macht, schauen am besten das Video:

Den Abend ließen wir dann im Rain Club „ausklingen“.

Am nächsten Morgen waren nur Kristian, Thomas, ich und die Spanier wach. Alle anderen erholten sich noch von der vorherigen Nacht 😉 .Die Spanier fragten uns, ob wir nicht mitkommen wollen, das Schloss Belfast anschauen und gemütlich draussen frühstücken.

Da war uns allerdings noch nicht klar, dass das gemütliche Essen auf dem Cavehill, einem fast 400 Meter hohen Berg stattfinden soll. Dauert nur 30 Minuten bis nach oben, hat man uns gesagt, und wir naiven Deutschen haben es auch noch geglaubt.

Denn da einige von uns die glorreiche Idee hatten, eine „Abkürzung“ zu nehmen, die uns über unbefestigte Wege, die teils so starke Steigungen hatten, dass man sie nur auf allen Vieren bewältigen kann, brauchten wir ganze 1 1/2 Stunden.

Vorbei an Klippen, Felsen, Steinen und Höhlen, wurden wir oben dann mit einer atemberaubenden Aussicht über das gesamte Belfast belohnt.

Erholt und hungrig machten wir uns nach etwa 1 1/2 Stunden fertig zum Abstieg. In Anbetracht der Tatsache, dass auf dem Berg ein Paar mit einem Neugeborenen saß,suchten wir nach einem einfacheren Weg, als den, den wir beim Aufstieg nutzten. Schnell gefunden, wurde der angenehm flache und befestigte Weg einigen schnell zu einfach und anspruchslos, sodass wir nach wenigen Minuten auf einem 20 Zentimeter breiten Trampelpfad per Luftlinie Richtung Heimat mitten durch den Belfaster Bergdschungel marschierten. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht.^^

Hier ein paar Fotos vom Ausflug:

So, nach einem bunten, spaßigen Wochenende und ca. 900 Wörtern möchte ich den Beitrag nun gern beenden, in der Hoffnung, dass irgendjemand bis zum Ende gelesen hat.^^

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal.

Ach bevor ich’s vergesse noch eine Kleinigkeit: Wer glaubt, die Siesta in Spanien sei ebenso stereotypisch wie die Humorfreiheit der Deutschen, der möge sich bitte folgendes Bild anschauen, welches ich ungefähr 10 Minuten nach unserer Ankunft auf der Berg“spitze“ geschossen habe. 😀

Ein Rundgang durch unser Haus

Ich habe Bildmaterial von unserem Haus versprochen und das bekommt ihr auch.
Allerdings dachten wir, eine Sammlung an Fotos wuerde die Dimensionen unserer „Villa“ nicht so gut rüberbringen, weshalb Mitbewohner Kristian und ich keine Mühe gescheut haben, um Euch einen kleinen Videorundgang praesentieren zu koennen.

Kurz zur Villa: Das Haus besteht aus 7 Schlafzimmern, vielen Stufen, 4 Baedern, diversen Toiletten, zwei Lounges und zwei Kuechen sowie einer Abstellkammer und einem kleinen Hinterhof. Der Hinterhof dient an sonnigen Tagen als Raucherbereich. Da sich eine Lounge und eine Kueche im oberen Stockwerk befinden und deshalb nahezu unbenutzt sind, haben wir etwas umstrukturiert und bspw. den Kuehlschrank 3 Stockwerke runter befoerdert.

Bevor der Rundgang nun endlich startet, noch ein kleiner Hinweis: Aus datenschutztechnischen Gründen und Aspekten der Privatsphäre wurden keine Schlafgemächer gefilmt :D.

Freestyle: Ein Bericht über alles, was mir während dem Schreiben so in den Kopf kommen wird

Wie die regelmäßigen Leser dieses Blogs vielleicht mitbekommen haben, habe ich zuletzt ausführlich von meinem ersten „Projekt“ berichtet. Dieses habe ich am Freitagmorgen erfolgreich mit dem Wissen abgeschlossen, dass ich immerhin etwas über die Dehnbarkeit diverser Begrifflichkeiten lernen konnte. :-p

Aber nun mal zum Anfang: Glücklicherweise war bereits der zweite Arbeitstag sehr viel spannender als der erste. Nachdem ich mich voller Freude auf die „restlichen“ 6500 Kontakte geschmissen habe, wurde ich vom Geschäftsführer Martin zu einem Gespräch abkommandiert. Begleitet wurden wir von einer blau-/schwarzhaarigen Kollegin.

Es ging in dem Gespräch darum, welche Kenntnisse ich im Bereich Marketing besitze. Ich gab einen kurzen Überblick der Tätigkeiten, die ich in STRATO’s Marketing-Teams ausgeführt habe. Besonders hellhörig wurden sie beim Thema Suchmaschinenoptimierung.

Zwar meinte ich, dass ich mich beruflich nur 3-4 Wochen damit beschäftigen durfte und das auch nur auf theoretischer Basis, aber es stellte sich schnell heraus, dass ich somit 3-4 Wochen mehr Erfahrung in diesem Bereich habe, als die Kollegen von Rainbow Telecom. 😀

Recht früh waren sich Martin und die Kollegin (leider kenne ich ihren Namen nicht und ich traue mich auch nicht, zu fragen, „wie die Blauhaarige heißt“ ^^) somit einig, dass wir uns gemeinsam auf das Thema stürzen werden. Frei nach dem Motto „Lieber ein bisschen SEO, als gar kein SEO“.

So erstellte ich also eigeninitiativ eine kleine Analyse, welche den aktuellen Stand der eigenen sowie der konkurrierenden Unternehmenspräsenzen beinhaltete (zumindest soweit es mir möglich war). Außerdem stachelte ich Martin dazu an, ein Analysetool à la Google Analytics und co. einzuführen. Was das angeht war er dann auch wirklich schnell, sodass mir heute die Zugangsdaten auf dem Tisch lagen. Ich bin gespannt, was die Statistiken der nächsten Zeit sagen werden.

… Soviel zur Arbeit…

Denn da Wochen auch in Belfast nicht nur aus Arbeitstagen bestehen, warteten wir schon  voller Vorfreude auf unser erstes vollständiges Wochenende in Belfast. Besonders nach dem kurzen Vorgeschmack, den wir am Abend nach unserer Ankunft erhielten.

Ohne jetzt im Detail auf jede einzelne Station unseres nächtlichen Treibens einzugehen, da es wirklcih viele waren: Das Wochenende war großartig. Nicht weil Belfast ein besonders vielfältiges Nachtleben hat – das wage ich nämlich zu bezweifeln – sondern vielmehr weil die Menschen hier einfach viel offener sind als in Deutschland. So wurden wir über die beiden Abende / Nächte / Morgen / Tage in verschiedenen Pubs, Clubs und Taxis von unzählig vielen Leuten angesprochen, die mitbekamen, dass wir Deutsche sind. Meist wurden wir mit einem „Guten Tag“, „Prost“ oder einmal auch mit einem „Rammstein“ begrüßt 😀 Es ergaben sich daraus viele interessante Gespräche über Locations in Belfast, die man unbedingt gesehen haben muss. Aber auch Kontakte für spätere Unternehmungen wurden geknüpft. Inwiefern diese brauchbar sind, wird sich noch zeigen, da der durchschnittliche Alkoholpegel in Belfast recht hoch zu liegen scheint. 🙂

Ein Highlight war auf jeden Fall der Boxkampf zwischen Klitschko und Haye.

Den haben wir typisch irisch in einem mehr als überfüllten Pub gesehen. Zu Beginn hatten wir ein bisschen Angst, dass wir allein unter hunderten Haye-Fans sitzen würden – schnell wurde aber klar, dass eher der betrunkene Haye-Fan neben uns nahezu allein unter enorm vielen Klitschko-Fans saß! 😀

Ansonsten gibt’s eigentlich nicht viel zu erzählen – nur, dass wir am Freitag in unsere eigentliche Unterkunft gezogen sind. Da Thomas darüber bereits berichtet hat, lasse ich das mal weitestgehend unkommentiert und kündige nur kurz an, dass es demnächst natürlich auch einiges an Bildmaterial zu sehen geben wird.

Bevor ich zum Ende komme noch eine kleine Erinnerung: Rechts auf unserer Seite seht Ihr Twitterfeeds von Thomas und mir – die Accounts haben wir eigens für das Praktikum angelegt, um Euch auch auf dem Laufenden zu halten, wenn das Erlebte es mal nicht in einen eigenen Artikel schafft.

Also ab und zu mal bei uns reinschauen, es lohnt sich immer.

„Wir haben ein Projekt für Dich…“

Heute war mein erster Arbeitstag in der nordirischen Pampa. Rainbow Telecom ist wahrlich nicht gerade das, was man als „zentral gelegen“ bezeichnen würde. Rund herum nur Felder mit Schafen und zur nächsten Einkaufsmöglichkeit an der Tankstelle sind es auch etwa 10 Autominuten über die Landstraßen.

Anders als erwartet, landete ich heute im Sales Team. Dort geht primär darum, potentielle Kunden in zahlende Kunden umzuwandeln. Dafür gibt es ein System, in dem jeder irgendwelche Kontakte anlegen kann, die er grad mal bei Google gefunden hat. (So kommt mir das zumindest vor^^)

Mein temporärer Betreuer Martin, der übrigens erst 5 Minuten vor meiner Ankunft vor mir erfuhr, erzählte mir, dass man ein Projekt für mich habe. Super, ein Projekt. Hatte schon Angst, dass ich mit Stapelverarbeitungsaufgaben (nettes Wort) beschäftigt werde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass das Eine das Andere nicht ausschließt. So bekam ich heute für mein „Projekt“ eine Liste mit 8000!!! Datensätzen, die verarbeitet werden müssen.

Konkrete Aufgabe: Schaue nach, ob diese Kontakte schon Kunden sind. Was das für mich genau bedeutet, ist schnell beschrieben: Strg+C, Alt+Tab, Strg+V, 2x Enter, Alt+Tab, Pfeil Runter …. und das 8000 Mal. Ab und zu dann noch mal eine Zeile rot machen, für den Fall, dass dieser Kontakt schon Kunde ist. Das erinnert mich ein bisschen an die Domain-Kategorisierung, die Thomas und ich im Call Center durchführen durften. Nur mit dem Unterschied, das mir hier keiner weiß machen will, dass es sich um ne super spannende Aufgabe handeln würde 😉

Für meine Aufgabe würde mir übrigens schon fast nachfolgende Tastatur, welche mir gerade wieder über den virtuellen Weg gelaufen ist, ausreichen:

Jedenfalls habe ich von der Liste heute ca. 1500 Kontakte geschafft^^ Und das im Übrigen so schnell, dass mein Betreuer sogar seinen Chef geholt hat, damit er „das“ auch mal gesehen hat. Morgen dann hoffentlich die nächsten 6500, damit die Sache schnell fertig ist. Zumindest kann es mir dabei nicht passieren, dass ich eine Aufgabe aufgrund ihrer Komplexität nicht bewältigen kann. ^^

Soviel zu meinem ersten Arbeitstag – wenn’s spannender wird, oder ich aufgrund einer Sehnenscheidenentzündung – verursacht durch monotone Arbeit an der Tastatur – arbeitstechnisch ausfalle, lest Ihr das hier.

PS: Der Eintrag wirkt beim nochmaligen Lesen etwas negativ. Mir ist natürlich bewusst, dass ich vom ersten Arbeitstag nicht soviel erwarten kann. An sich ist die Firma ziemlich gut. Man wird gut betreut, ständig kommt jemand, der fragt, ob noch alles in Ordnung sei.

PPS: Hiermit bestätige ich, dass ich diesen Artikel selbst geschrieben, und nicht aus ungenannten Quellen „geguttenbergt“ habe.^^

PPPS: Strg + A, Strg + C, Strg + V .. 😀

Von Supermärkten, Pubs, LAN-Parties und Mobilfunkprovidern…

Gestern erlebten wir nun unseren ersten Tag in Belfast. Nachdem wir nach der etwas holprigen Ankunft (Thomas berichtete) etwa 5 Stunden geschlafen haben, hielt es uns nicht lange in unserem Appartement. Schnell ’nen Instant-Kaffee reingepfiffen, gings dann in die Stadt – jene Stadt, welche in der Nacht noch aussah wie ein effektloser Ableger von Sin City. Am Tage wirkt Belfast eher wie eine friedlich – familiäre Touristenstadt mit einem etwas schmutzigen Charme. Auch wenn es auf den Straßen ungewöhnlich sauber ist.

Also, schnell fertig gemacht und rein ins Post Office, Geld wechseln. Daran hat nämlich – bis auf einer – niemand von uns in Deutschland gedacht. Mit einer handvoll Pfund pilgerten wir dann Richtung Belfast – City.

An dieser Stelle ein kleines Quiz: Was machen vier Berliner Auszubildende, mit dem Drang, etwas typisches Irisches zu erleben, als erstes in Belfast? Richtig… sie gehen zu Burger King! 😀

Gut gestärkt bestimmte mein gelegentlich in Erscheinung tretendes Problem das nächste Ziel; In der Stunde, die wir bereits unterwegs waren, wollte ich gefühlte 100 mal auf mein Handy schauen, um zu sehen, was im WWW so abgeht – ohne Datentarif hätte mich das schnell mehrere 100 € kosten können. Um dem vorzubeugen liefen wir von Handyshop zu Handyshop, bis wir bei handy4you (das Irische Pendant zu mobilcom) den entscheidenden Tipp bekommen haben – Three.

Three ist ein Mobilfunkprovider, welcher nach eigenen Angaben das beste 3G-Netz im United Kingdom sein Eigen nennen kann. Dadurch haben sie laut einer kompetenten Mitarbeiterin die Möglichkeit, überdurchschnittlich gute Tarife anbieten zu können.

Für alle, die die deutschen Tarifvariationen in etwa kennen: Bei Three habe ich nun für 15 Pfund (etwa. 18 Euro) 3000 Frei-SMS, 300 Freiminuten und „All you can eat Data“. All you can eat heißt in dem Fall, dass man 35 GB !!! Datenvolumen mit Fullspeed bekommt, bevor man gedrosselt wird.

Anschließend waren wir einkaufen, wovon jetzt nicht weiter berichtet werden muss. Auf dem Rückweg landeten wir noch in einem Irischen Pub – tranken uns durchs Sortiment bestehend aus Guinness, Magners und co. Dazu typische Hausmannskost, die in der Tat sehr viel fettiger und schwerer war, als ich es gewohnt bin.

Im Appartement angekommen, machten IT-Azubis, was IT-Azubis machen müssen. Wir trafen uns alle in unserem Hausnetzwerk und starteten spontan eine kleine, lustige LAN-Party. Hier ein Bild von uns im Wohnzimmer. 😀

Am Abend sind Kristian (einer unserer Mitbewohner) und ich dann nochmal raus. Wir wollten eigentlich auf einen Drink in den nahegelegenen MClub. Allerdings waren uns 8 Pfund Eintritt für nur einen Drink etwas zu teuer. Glücklicherweise haben wir von einem betrunkenen Belfaster Soldaten den Tipp bekommen, im gegenüberliegenden Pub reinzuschauen, da dort der Eintritt frei sei. Bevor er uns hat gehen lassen, mussten wir uns allerdings noch tausende Fotos von Ihm in Uniform in Afghanistan anschauen. Letzendlich konnten wir uns dann doch von ihm losreißen, besuchten die Einrichtung auf der anderen Straßenseite und verbrachten darin zusammen mit unseren anderen Mitbewohnern, die wir unterwegs aufgegabelt haben, anders als geplant mehrere Stunden auf einer wirklich stimmigen Party, in der Hoffnung, dass diese typisch irisch war.

Heute werde ich mich auf den Weg zu einem Fitnessstudio machen, wäre ja ärgerlich zwei Monate lang nichts zu tun 😉

In diesem Sinne Sayonara, Au revoir und goodbye, ich melde mich ab!

Unser Ausblick

Bevor wir morgen von der etwas verplanten Ankunft und dem ersten Tag in Belfast berichten, hier mal der Ausblick aus unserem Fenster.

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„Placements in Belfast–urgent“…

…war der Betreff der ersten Mail, die wir von Kevin Shine – unserem Betreuer in Belfast – bekommen haben. Er brauchte dringend unsere TOP3 Arbeitsplatzwünsche.

„Urgent“ wohl deshalb, weil er erst vor genau drei Wochen begonnen hat, Praktikumsplätze für 6 Praktikanten zu finden.

Heute kam dann per Mail die Erleichterung für jeden, am meisten aber wohl für mich. Warum ausgerechnet für mich? Vor zwei Tagen leitete Kevin eine Antwort auf meine Mail mit den Worten „Lustigerweise bist Du der einzige Teilnehmer, für den ich noch keinen festen Platz habe“ ein…. fand ich weniger lustig. Ich sah mich schon meine zwei Monate auf dem Belfaster Arbeitsamt sitzen ( 😀 )

Jedenfalls erreichte uns soeben besagte E-Mail mit unseren Placements: Demnach habe ich einen Platz als Marketing Manager bei Rainbow Telecom. Zu meinen Aufgaben erhielt ich den Hinweis „various marketing and PR – related activities“. So hab ich mir das vorgestellt.

Das beste an der Sache: Auf der Seite meines Unternehmens ist ein Smartphone zu sehen (http://www.rainbowtelecom.com/) 😀 Besser kanns ja nicht werden. Hintergrund: Wer mehr als 5 Sätze mit mir gewechselt bzw. diesen im Raucherraum gelauscht hat, dürfte wissen, dass mobile Kommunikationsgeräte zu meinen stärksten Interessen zählen (an dieser Stelle schöne Grüße an alle Kollegen von BestBoyZ.de ).

Im groben scheint sich das Unternehmen mit Businesslösungen im Bereich Kommunikation zu beschäftigen. Werd mir die Seite gleich mal in Ruhe anschauen, bevor ich dann so langsam mein restliches Zeug im Koffer verstaue. In wenigen Stunden geht’s dann zum Flughafen.

In diesem Sinne den Kollegen ein angenehmes Sommerfest heute Abend und allen anderen ein schönes Wochenende. Wir lesen uns.

PS: Thomas und ich haben uns vorgenommen, in Belfast zu twittern. Mal schauen, wie oft wir dazu kommen. Schaut einfach regelmäßig auf unserer Startseite rechts in die Feeds.

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